Letzte Änderung: 13. August 2019

FAQ Erstsemester und Grundstudium

  Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zum Studienbeginn
  und zum Grundstudium

Orientierungsprogramm - Erstsemester FAQ

  • 1. Was benötige ich in der ersten Vorlesungswoche?

    In der ersten Woche wird in den Vorlesungen insbesondere Organisatorisches besprochen. Sie bekommen einen Überblick über den Verlauf des Semesters, die zu besprechenden Inhalte und Informationen darüber, wo und wie die begleitenden Unterlagen zur Vorlesung zu finden sind. Aber auch inhaltlich beginnt nun das Studium für Sie. Dabei ist es besonders wichtig, dass Sie von Anfang an immer das richtige Gesetz zur Hand haben und so direkt aktiv mitdenken und -arbeiten können. Bitte sehen Sie davon ab, bereits eigenständig Gesetzestexte anzuschaffen. Warten Sie auch mit etwaigen Markierungen im Gesetzestext ab, bis geklärt ist, ob diese in der Klausur zulässig sind.

    Hinweise auf geeignete Gesetzestexte, Lehrbücher und andere begleitende Literatur erhalten Sie in den jeweiligen Vorlesungen und im Rahmen des Orientierungsprogramms.

  • 2. Muss ich Vorkurse besuchen?

    Nein. Sie müssen für das juristische Studium an der Ruhr-Universität Bochum keine Vorkurse besuchen. Kommen Sie einfach am ersten Tag des Orientierungsprogramms mit Stift und Papier zur Universität, wo Sie alles Weitere erfahren.

  • 3. Wie stelle ich mir meinen persönlichen Stundenplan zusammen?

    Die meisten Vorlesungen, die für das erste Fachsemester geeignet sind, finden Sie im Simultanplan. Alle angebotenen Vorlesungen des jeweiligen Semesters finden Sie im Vorlesungsverzeichnis auf der Homepage der Fakultät („Studium“ → „Lehrveranstaltungen“). Sollten Sie Hilfe bei der Erstellung benötigen, wenden Sie sich gerne an Ihre*n Tutor*in oder an die Studienfachberatung.

  • 4. Was bedeuten die Abkürzungen s.t. und c.t.? Wann finden Veranstaltungen auf dem Campus und im Bochumer Fenster in der Regel statt?

    Die Abkürzung s.t. steht für die Angabe „sine tempore“ und bedeutet konkret, dass eine Veranstaltung genau zur angegebenen Uhrzeit beginnt. Diese Zeitangabe gilt für alle Veranstaltungen, die im Bochumer Fenster stattfinden. Bei der Angabe c.t. („cum tempore“) beginnt die Veranstaltung eine Viertelstunde später und endet eine Viertelstunde eher als angegeben. Diese Zeiten gelten in der Regel für alle Veranstaltungen, die auf dem Campus stattfinden. Abweichungen von diesen Regeln werden entweder im Simultanplan ausgewiesen oder vom Dozenten zu Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben.

  • 5. Wie finde ich die perfekte Ausbildungsliteratur für mich (Lehrbücher, Skripte, Kommentare etc.)?

    Jeder Mensch ist ein anderer Lerntyp! Manche können sich Inhalte am besten über entsprechende Schaubilder einprägen, andere erschließen sich diese lieber über die umfangreichere Darstellung in Fließtexten, wieder andere möchten das Gelernte direkt an kleinen Beispielsfällen testen.

    Das bedeutet aber eben auch, dass für jede/n eine andere Darstellung und Aufbereitung von Inhalten von Vorteil sein kann. Immer ist es ratsam, einen Blick in die Literaturempfehlungen aus der Vorlesung zu werfen! Allerdings sollte hier nicht „blind“ gekauft, sondern vielmehr im Vorfeld geprüft werden, ob das empfohlene Werk zum eigenen Lernstil passt. Dies ist am besten dadurch möglich, dass man sich eine kleine Auswahl an Literatur im ZRS in Ruhe ansieht und Inhalte und Darstellungsarten vergleicht. Auf Ebene 04 finden Sie mehrere Regale mit der aktuellsten Ausbildungsliteratur. Nehmen Sie sich einen oder zwei Nachmittage Zeit, in denen Sie für sich das richtige Lehrbuch finden, das dann auch den gewünschten Lerneffekt bringt.

    Es wird eine Veranstaltung zu Lerntechniken im Jurastudium stattfinden. Bei dieser führt die Juristin und Buchautorin Barbara Lange in die Lerntechniken des rechtswissenschaftlichen Studiums ein und gibt den Studierenden wertvolle Tipps für das Studium an die Hand. Der Termin wird zeitnah für jedes Semester im Rahmen des Orientierungsprogramms bekannt gegeben.

  • 6. Was muss ich mir unter einer Abschlussklausur vorstellen?

    In einer Abschlussklausur wird Ihnen ein Lebenssachverhalt (ein „Fall“) präsentiert, der mit einer juristischen Fragestellung (bspw. „Wie ist die Rechtslage?“ oder „Zu Recht?“) endet. Ihre Aufgabe ist es dann, diese umfassend im sogenannten Gutachtenstil zu beantworten. Die Falllösungstechnik erlernen Sie in den korrespondierenden Arbeitsgemeinschaften zu den Vorlesungen, dem speziellen Klausurentraining (1. Fachsemester), dem „Konzept Kleingruppe“ (ab dem 2. Fachsemester) und natürlich, indem Sie in der Nachbereitung eigenständig Fälle aus Fallbüchern lösen.

    Teilweise werden diese Falllösungsklausuren durch einzelne Zusatzfragen ergänzt, bei denen Ihr Wissen punktuell abgefragt wird.

    Um Ihren eigenen Leistungsstand im Vorfeld einer Klausur einschätzen zu können, sollten Sie die Möglichkeit nutzen, angebotene Probeklausuren mitzuschreiben und in Absprache mit Ihrer*m AG-Leiter*in die eine oder andere ausformulierte Lösung eines Falles aus der Arbeitsgemeinschaft zur Korrektur einzureichen. Wichtig ist hierbei: Nur Übung macht den Meister!

  • 7. Gutachten schreiben – was bedeutet das?

    In nahezu jeder juristischen Klausur müssen juristische Fälle in Form eines Gutachtens gelöst werden. Die Klausur besteht aus einem Sachverhalt und einer Fallfrage. Diese muss gutachterlich beantwortet werden. Dafür müssen Sie einen besonderen Sprachstil verwenden, den Gutachtenstil. Dieser muss, vor allem in den ersten Semestern des Studiums, konsequent eingehalten werden. Mit diesem Stil sollte man sich vertraut machen, denn er ist das Handwerkszeug guter Juristen/-innen und muss auch in den Examensklausuren noch angewandt werden.

    Ist eine Klausur inhaltlich zutreffend gelöst, der Gutachtenstil jedoch nicht eingehalten, kann diese schon nicht mehr im oberen Notenbereich bewertet werden. Das bedeutet, dass auch für die Einübung des Gutachtenstils neben dem Erwerb des juristischen Struktur- und Grundwissens genügend Zeit im ersten Semester aufgewendet werden sollte. Das gelingt am besten durch das eigenständige Lösen von Fällen. Dies wird in den Arbeitsgemeinschaften trainiert, es gibt eine Fülle an Fallbüchern und -sammlungen und für Erstsemester bietet die Juristische Fakultät zusätzlich ein Klausurentraining an.

    Im Laufe des ersten Semesters werden Sie demnach den einen oder anderen Fall tatsächlich gutachterlich ausformulieren, bis Ihnen das Fälle-Lösen leichter fällt. Dadurch lernen Sie nicht nur diesen neuen Schreibstil, sondern ebenfalls das Anwenden des juristischen Struktur- und Grundwissens auf unbekannte Fälle. Es kommt nämlich nicht allein darauf an, das Gelernte zu behalten und zu verstehen. Die Schwierigkeit ist vielmehr, dieses auch fallorientiert anzuwenden.

  • 8. Was machen die Jura-Peers?

    Die Peer-Tutor*innen sind Teil des Projekts Peer-Schreibdidaktik des Schreibzentrums der RUB in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen und Fakultäten. Nähere Informationen finden Sie hier oder bei Facebook

  • 9. Was ist das ZRS?

    Das Zentrale Rechtswissenschaftliche Seminar (ZRS) ist die Fachbibliothek der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Hier finden Sie auf zwei Ebenen neben Arbeitsplätzen mit und ohne Computern alle wichtigen Fachzeitschriften, Kommentare, Lehrbücher etc. Der Eingang befindet sich auf der Ebene 04 im Gebäude GD. Nähere Informationen finden Sie hier

  • 10. Wie bleibe ich auf dem aktuellen Nachrichtenstand?

    Jura beschäftigt sich mit der rechtlichen Lösung von alltäglichen, gesellschaftlichen Problemen. Es ist also ein lebensnahes, praktisches und ein politisches Fach. Daher werden Themen aus dem (politischen) aktuellen Tagesgeschehen und der Rechtsprechung sehr häufig Gegenstand von Prüfungen. Sie sollten sich daher von Anfang an qualifiziert informieren und am gesellschaftlichen und politischen Leben aktiv teilnehmen.

    Dazu zählt regelmäßiges Lesen geeigneter Zeitungen und die Nutzung seriöser Informationsquellen im Radio, Fernsehen und natürlich im Internet. So haben alle Verfassungsorgane etwa eine eigene Website (etwa www.bundestag.de oder www.bundesverfassungsgericht.de). Sie können dort zum Beispiel einen Newsletter oder RSS-Feeds abonnieren, zudem gibt es auch eine Reihe spezieller juristischer Websites die interessant sind, z.B.:

    www.lto.de – Legal Tribune Online (LTO)

    www.verfassungsblog.de – deutsches und internationales Verfassungsrecht

    www.juwiss.de – Website junger Öffentlich-Rechtler

    www.zurgeschaeftsordnung.de – neuer Blog zum Parlamentsrecht

    Eine weitere Möglichkeit, elektronische Medien zur Hilfe zu nehmen, ist die Nutzung entsprechender „juristischer Apps“ auf dem Smartphone. Schauen Sie dazu einmal unter:

    www.lto.de/recht/studium-referendariat/s/die-besten-apps-fuer-jura-studenten-digitaler-lernstoff-fuer-die-hosentasche/ nach.

    Für weitergehende Recherchen – insbesondere wenn die erste Hausarbeit ansteht – können Sie sich ganz langsam mit den juristischen Datenbanken (vor allem JURIS und beck-online) vertraut machen, welche über das WLAN auf dem Campus genutzt werden können. Das Zentrale Rechtswissenschaftliche Seminar (ZRS) bietet Ihnen als Erstsemester und auch später noch einmal Schulungen an.

     

  • 11. Was ist die Fachschaft?

    Die Fachschaft Jura ist die Gesamtheit aller Studierenden der Juristischen Fakultät. Vertreten wird die Fachschaft durch den Fachschaftsrat, welcher als Ansprechpartner und Vertretungsorgan der Studierenden fungiert. Die Mitarbeit in der Fachschaft ist eine ehrenamtliche Tätigkeit ohne Bezahlung. Nähere Informationen finden Sie hier

  • 12. Was ist ein Dekan?

    Der*die Dekan*in ist ein*e Professor*in der Juristischen Fakultät und wird vom Fakultätsrat gewählt. Er*Sie leitet die Juristische Fakultät jeweils für vier Jahre.

  • 13. Was ist e-Campus und wie benutze ich es?

    Anleitungen rund um dieses Thema finden Sie hier

Studienberatung - Grundstudium FAQ

  • 1. Wie lange dauert das (Grund-) Studium?

    Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Davon entfallen auf das Grundstudium vier Semester, also zwei Jahre.

  • 2. Was ist, wenn das Grundstudium nicht in der Regelstudienzeit geschafft wird?

    Die Studiendauer wirkt sich an zwei Stellen Ihres Studiums aus:

    Zunächst ist sie relevant für die Förderung nach dem BAföG. Die Förderungshöchstdauer beträgt hierbei im Grundsatz neun Semester, wobei ab dem Ende des vierten Fachsemesters fortlaufend Leistungsnachweise zur Weiterförderung erbracht werden müssen. Näheres dazu hier

    Weiterhin hat eine kürzere Studiendauer einen Vorteil im Rahmen der staatlichen Prüfung. Eine Anmeldung bis zum Ende des siebten Fachsemesters ermöglicht das sog. Abschichten gem. § 12 JAG, eine Meldung bis zum Ende des achten Fachsemesters ermöglicht die Teilnahme am Freiversuch gem. § 25 JAG. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Seite des jeweiligen JPAs.

  • 3. Wie läuft das Grundstudium ab? Was ist der optimale Studienverlauf?

    Der genaue Ablauf hängt davon ab, ob Sie im Winter- oder Sommersemester beginnen. Einen davon abhängigen Verlaufsplan finden Sie hier für das Sommersemester und hier für das Wintersemester

    In den ersten drei Fachsemestern wird darüber hinaus von der Fakultät ein Simultanplan gestellt. Dieser Stundenplanvorschlag ist dabei auf den oben angegebenen Verlauf abgestimmt.

    Dieser Plan lässt sich allerdings auch persönlichen Umständen und Bedürfnissen anpassen. Beachten Sie allerdings, dass fast jede Veränderung zu einer Verlängerung der Studienzeit führen wird. Dies sollte insbesondere im Hinblick auf einen möglichen BAföG-
    Anspruch berücksichtigt werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die juristische Studienberatung zum Grundstudium

  • 4. Was ist die Zwischenprüfung und wofür brauche ich sie?

    Die Zwischenprüfung ist keine eigenständige und einzeln ablegbare Prüfung. Sie wird vielmehr studienbegleitend im Grundstudium (Abschluss i.d.R. nach dem 4. oder 5. Semester) abgelegt. Ohne den Nachweis der erfolgreichen Zwischenprüfung ist weder die Meldung zur Ersten Prüfung, noch für die Klausuren oder die Seminararbeit im Schwerpunktbereich möglich.

  • 5. Was brauche ich, um die Zwischenprüfung zu bestehen?

    Für die erfolgreiche Zwischenprüfung müssen nach der Studien- und Prüfungsordnung die folgenden Leistungen erbracht werden:

    • Nachweis von 6 credit points durch 2 Grundlagenscheine, mindestens einer davon in einem rechtsgeschichtlichen Fach erworben. Dabei kann auch für die Zwischenprüfung ein qualifizierter Grundlagenschein eingereicht werden, dieser ist dann jedoch verbraucht und kann nicht noch einmal für die Anmeldung zur Seminararbeit im Rahmen des universitären Schwerpunktbereichs vorgelegt werden.
    • Bestandene Semesterabschlussklausuren (bei Nichtbestehen je 1x wiederholbar):
      • 27 credit points im Bürgerlichen Recht
      • 12 credit points im Strafrecht
      • 21 credit points im Öffentlichen Recht
    • je eine bestandene Anfängerhausarbeit aus dem Zivil-, Straf- und Öffentlichem Recht (Bei Nichtbestehen je zwei Mal wiederholbar; wenn der dritte Versuch fehlschlägt, folgt eine Zwangsexmatrikulation)

     

    Eine Übersicht finden Sie auch als PDF-Dokument hier

  • 6. Werden alle Vorlesungen in jedem Semester angeboten?

    Nein. Sogar nur die wenigsten Vorlesungen. Jedes Semester werden angeboten: Grundlehren des Bürgerlichen Rechts I – BGB AT, Grundlehren des Bürgerlichen Rechts II – Schuldrecht AT, Strafrecht AT, Staatsrecht I – Grundrechte, Staatsrecht II – Staatsorganisationsrecht. Außerdem ist es in jedem Semester möglich, einen rechtsgeschichtlichen, einen qualifizierten und einen normalen Grundlagenschein zu erwerben. Darüber hinaus kann auch der Fremdsprachennachweis in jedem Semester erbracht werden.

  • 7. Muss ich bestimmte Veranstaltungen in bestimmten Semestern besuchen?

    Einige Vorlesungen vermitteln das Grundwissen für weitere, darauf aufbauende Fächer, so dass teilweise schon eine gewisse logische Reihenfolge empfehlenswert ist (z.B. Strafrecht AT vor Strafrecht BT). Grundsätzlich kann aber jede Veranstaltung – so diese denn im jeweiligen Semester angeboten wird – auch in jedem Fachsemester besucht werden.

  • 8. Kann ich eine Klausur nachschreiben?

    Nein, dies ist nicht möglich. Vielmehr muss dann auf das nächste Semester, in der diese Vorlesung – und mithin auch die nötige Klausur – angeboten wird, abgewartet werden. Dabei ist zu beachten, dass nur wenige Vorlesungen jedes Semester angeboten werden (siehe hierzu Frage 6). Hieran ändert auch eine Verhinderung im Krankheitsfalle nichts.

  • 9. Muss ich mich zu Veranstaltungen anmelden?

    Anmeldungen erfolgen grundsätzlich – sofern nicht anders angekündigt – nur für Prüfungen, nicht für Veranstaltungen.

    Das heißt für Sie: Im Normalfall ist eine Anmeldung zu den Veranstaltungen nicht nötig. Ausnahmen gelten insbesondere im Bereich der Fremdsprachennachweise und Schlüsselqualifikationen.

    Sollte eine Anmeldung nötig sein, suchen Sie sich diese Veranstaltung heraus und wählen Sie die gewünschte Prüfung aus. Achtung: Es gibt meist mehrere davon - hier ist es wichtig, dass Sie diejenige auswählen, die Ihrem Studiengang entspricht.

    Genaueres erfahren Sie im Handbuch Jura

  • 10. Muss ich mich zu Prüfungsleistungen (Klausuren, Hausarbeiten, etc.) anmelden?

    Ja, andernfalls wird kein Leistungsnachweis ausgestellt. Die angegebenen Fristen sind dabei Ausschlussfristen, eine Nachmeldung ist nicht möglich.

  • 11. Was ist, wenn ich eine Prüfungsleistung (Klausuren, Hausarbeiten, etc.) nicht mitschreiben kann?

    Sollten Sie dies frühzeitig erkennen, ist eine Abmeldung möglich. In der Regel läuft die Frist hierfür eine Woche vor der Prüfung ab. Sollten sie unerwartet an der Prüfung nicht teilnehmen können, kann dies nur berücksichtigt werden, soweit Sie die Gründe hierfür unverzüglich dem Prüfungsamt mitteilen und glaubhaft machen. Von einem Prüfling, der sich mit Krankheit entschuldigt, kann die Vorlage eines ärztlichen Attests verlangt werden. Der Prüfungsausschuss entscheidet über die Anerkennung der Entschuldigungsgründe durch schriftlichen Bescheid, der bei Ablehnung zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist. Werden die Gründe anerkannt, erhält die/der Studierende die Möglichkeit, ohne Verbrauch eines Versuchs, die Teilprüfung in den nächsten Semestern nachzuholen, so § 33 SPO.

  • 12. Wie oft kann ich Modulklausuren im Grundstudium wiederholen?

    Nicht bestandene Klausuren können einmal wiederholt werden. Sollte die Klausur auch im zweiten Versuch nicht bestanden werden, können die CP im jeweiligen Fach nicht mehr erreicht werden. Sollte es dennoch weiterhin möglich sein, durch das Bestehen der anderen Klausuren des Rechtsgebiets die Zwischenprüfung zu erreichen, folgen keine weiteren Konsequenzen. Zumeist wirkt sich daher das Nichtbestehen einer Klausur auch nicht auf den weiteren Studienverlauf aus, da das Erreichen der notwendigen CPs auch weiterhin möglich ist. Erst sobald dies nicht mehr der Fall ist, folgt die Exmatrikulation.

    Ausnahme hiervon ist Kriminologie I. Dort gibt es nur bei den ersten beiden Versuchen noch CP für das Modul Strafecht, bei späterem Gelingen dann allein den einfachen Grundlagenschein.

  • 13. Wie oft kann ich Hausarbeiten wiederholen?

    Die Hausarbeit eines Rechtsgebiets kann zweimal wiederholt werden. Sollte eine Hausarbeit innerhalb eines Rechtsgebiets – das genaue Fach ist dabei irrelevant – nicht bestanden werden, folgt die Zwangsexmatrikulation.

  • 14. Wofür gibt es AGs?

    In Arbeitsgemeinschaften werden ausgewählte Rechtsfragen und Probleme der Fallbearbeitung vorlesungsbegleitend in kleineren Gruppen erörtert, und zwar in Absprache mit der Dozentin bzw. dem Dozenten der jeweiligen Vorlesung, § 12 Abs. 2 SPO.

  • 15. Was sind Grundlagenscheine?

    Grundlagenveranstaltungen sind Veranstaltungen zu Rechtsgeschichte, Kirchenrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung, Rechtssoziologie, Verwaltungslehre, Allgemeine Rechtslehre, Allgemeine Staatslehre, ferner Methodenlehre, Rechtstheorie, Kriminologie sowie sonstige Veranstaltungen, welche die wirtschaftlichen und politischen Bezüge des Rechts behandeln, § 12 Abs. 3 SPO

  • 16. Wie oft kann ich Klausuren für einen Grundlagenschein wiederholen?

    Die Grundlagenfächer sind von der Fehlversuchsregel nicht erfasst, so dass Sie dort eine unbegrenzte Anzahl an Versuchen zur Verfügung haben.

Sonstiges - FAQ

  • 1. Was ist der qualifizierte Grundlagenschein und wofür brauche ich ihn?

    Der qualifizierte Grundlagenschein ist Anmeldevoraussetzung für die Seminararbeit im Bereich der universitären Schwerpunktbereichsprüfung und somit kein Teil des Grundstudiums. Die Veranstaltungen, die den Erwerb eines solchen Nachweises ermöglichen sind im Vorlesungsverzeichnis mit *** gekennzeichnet.

  • 2. Was ist der Klausurenkurs für Fortgeschrittene?

    Auch dieser ist nicht Teil des Grundstudiums, wird aber zumeist in dieser Zeit absolviert. Die erfolgreiche Teilnahme an je einem Klausurenkurs für Fortgeschrittene im Bürgerlichen Recht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht ist dabei Anmeldevoraussetzung für die Anmeldung zur Seminararbeit im Schwerpunktbereich. Die Klausurenkurse umfassen den gesamten Stoff der Pflichtfächer gemäß § 11 Abs. 2 JAG NRW. In den Klausurenkursen werden jeweils vier Aufsichtsarbeiten gestellt und bewertet. Ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme wird ausgestellt, wenn mindestens zwei Aufsichtsarbeiten mit jeweils mindestens der Note „ausreichend“ (4 bis 6 Punkte) bewertet wurden, so § 39 Abs. 3 SPO.

  • 3. Ich bin Studienortswechsler – Welche Leistungen werden mir angerechnet?

    Eine pauschale Antwort hierzu lässt sich nicht treffen. Leistungen sind anrechenbar, soweit diese vergleichbar sind. Hierüber entscheidet das Prüfungsamt der Fakultät.

  • 4. Wie beantrage ich das Zwischenprüfungszeugnis?

    1. Bitte prüfen Sie zunächst, ob alle erforderlichen Leistungsnachweise in eCampus erfasst sind. Wenn etwas fehlt, können Sie den Schein selbst nacherfassen.

    Wie das geht, können Sie dem Handbuch Jura entnehmen. Wichtig: Ein von Ihnen selbstständig nacherfasster Leistungsnachweis muss zunächst bestätigt werden. Bitte reichen Sie dazu den Originalschein bei Herrn Andree Husemann ein.

    2. Die Zwischenprüfung besteht aus insgesamt 5 Modulen: Grundlagenfächer, Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht, Strafrecht und integrierte Hausarbeiten. Diese Module müssen Sie in Campus Office abschließen. Eine Anleitung finden Sie ebenfalls im o.g. Handbuch.

    3. Wenn Sie alle Module abgeschlossen haben, schreiben Sie bitte eine formlose E-Mail an pruefungsamt@jura.rub.de (Matrikelnummer nicht vergessen!) mit der Bitte um Ausstellung des Zwischenprüfungszeugnisses.

    4. Sie können Ihr Zwischenprüfungszeugnis während der Öffnungszeiten im Prüfungsamt, GD E2/632, abholen. Die Bearbeitung dauert in der Regel ungefähr eine Woche, während der Anmeldephase zur Schwerpunktbereichsprüfung kann es ein paar Tage länger dauern. Eine gesonderte Nachricht, dass Ihr Zeugnis fertig ist, erhalten Sie nicht.

  • 5. Wann sollte ich die Pflichtpraktika absolvieren?

    Die Pflichtfachpraktika (§ 8 JAG NRW) sind, neben der bestandenen Zwischenprüfung und dem Fremdsprachennachweis, Zulassungsvoraussetzungen der Staatlichen Pflichtfachprüfung. Das bedeutet, dass sie bis zum Anmeldezeitpunkt spätestens abgeschlossen sein müssen. Beachten Sie aber, dass die Pflichtpraktika jeweils für sechs Wochen in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden müssen. Im Rahmen der Examensvorbereitung im RUBRUM oder auch einem kommerziellen Repetitorium wird es keine komplett freie Zeit von sechs Wochen mehr geben. Daher sollte die praktische Studienzeit bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein, damit Sie sich auf die Examensvorbereitung konzentrieren können.

    Beachten Sie zudem bitte, dass die Plätze – insbesondere für das Verwaltungspraktikum – begehrt und knapp sind. Eine Bewerbung bereits ein Jahr im Voraus ist daher durchaus angebracht.

    Alle Informationen zur praktischen Studienzeit finden Sie im „Merkblatt zur praktischen Studienzeit“ auf den Homepages der Justizprüfungsämter Hamm und Düsseldorf.

    Die Justizprüfungsämter sind zudem Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Anrechnung von bereits erbrachten Praktika, oder um weiteren Fragen zu den Praktika geht.

  • 6. Ansprechpartner*innen für weitere Fragen

    Die Mitarbeiter des Dekanats finden Sie hier

    Für Fragen zu einem Auslandsaufenthalt wenden Sie sich an Herrn Hendrik Schwarz vom Zentrum für Internationales.

    Für Fragen zu Fachsprachen wenden Sie sich an Frau Dr. Judit Beke-Martos vom Zentrum für Internationales.