Letzte Änderung: 23. April 2026

RUB-Team zieht in die Top 32 der Völkerrechts-Weltmeisterschaft ein

Bochumer Team der Völkerrechts-Weltmeisterschaft

Historischer Erfolg für Bochum: RUB-Team zieht in die Top 32 der Völkerrechts-Weltmeisterschaft ein

Washington D.C. / Bochum. Das Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat beim diesjährigen White & Case Jessup Cup, der Weltmeisterschaft im Völkerrecht, das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt.
Die Jurastudierenden Çağatay Maloğlu, Rafaela Rietz, Jessica Schäfer, Luis Zilm und Cem Zor setzten sich in einem Feld von über 150 Teams weltweit durch und erreichten das Sechzehntelfinale (Top 32). Während sich in der langen Jessup-Historie der RUB bereits drei Teams für die International Rounds qualifizieren konnten, gelang es nur einem Team zuvor, so tief in die K.-o.-Runde des Wettbewerbs vorzustoßen und damit zu den Top 32 aus über 800 Teilnehmenden Universitäten zu gelangen.

Sensationssieg gegen Harvard und herausragende Einzelleistungen 
Die International Rounds fanden vom 28. März bis zum 4. April traditionell in Washington D.C. statt. Nach einer souveränen Vorrunde mit Siegen gegen Teams aus Puerto Rico, Afghanistan und Saudi-Arabien gelang dem Bochumer Team ein echter Paukenschlag: Mit einem Sensationssieg gegen die hochfavorisierte Harvard Law School sicherten sie sich den Einzug in die Runde der letzten 32. In einem denkbar knappen Match gegen die University of Glasgow musste sich das Team dort schließlich geschlagen geben.
Neben dem Teamerfolg glänzten die Bochumer auch in den Sonderkategorien. Die Schriftsätze (Memorials) wurden als weltweit 15. beste Einreichung ausgezeichnet. Auch individuell gab es Grund zur Freude: Rafaela Rietz wurde als eine der 40 besten Rednerinnen (36. Platz) des gesamten Wettbewerbs geehrt.

Erfolg durch Teamgeist und starke Förderung 
Diese Jessup-Saison endet mit einem historischen Meilenstein. Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch die intensive Betreuung der Coaches Dilara Karmen Yaman, Stanislau Lashkevich und Yari-Lasse Jäger (alle IFHV) sowie die breite Unterstützung des Instituts für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV). Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Pierre Thielbörger, der das Team erneut mit großem persönlichem Einsatz förderte.

Unterstützt wurde das Team auch durch einige Sponsoren, welche die Teilnahme in Washington erst möglich gemacht haben: Kümmerlein, Noerr, JonesDay, Luther, Blomstein, die Kanzlei Hartmann, Barkhoff & Partner sowie der Verein zur Förderung der Rechtswissenschaft e.V und auch die Ruhr-Universität Bochum trugen zu dem Erfolg des Teams bei. 

Ein Wettbewerb mit internationalem Prestige 
Der 1960 an der Harvard University gegründete „Jessup“ ist der älteste und größte Moot Court weltweit. In englischer Sprache verhandeln Studierende einen fiktiven Fall vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH). Nach einer fünfmonatigen Vorbereitungszeit, in der Schriftsätze für die Kläger- (Applicants) und Beklagtenseite (Respondents) erstellt werden, folgen die mündlichen Verhandlungen. 

In diesem Jahr vertraten neben der RUB (als deutschem National Champion) auch die Bucerius Law School sowie die Universitäten Hamburg und Heidelberg die deutschen Farben in den USA.

Aufgrund der aktuellen politischen Lage und um die Teilhabe für alle Nationen barrierefrei zu gestalten, haben die Veranstalter angekündigt, dass der Wettbewerb die USA künftig verlassen wird. Wo die Reise des Jessup im nächsten Jahr hingeht, bleibt mit Spannung abzuwarten.